Wundbehandlung bei Diabetes

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Wunden bei Diabetikern werden oft nicht ernst genommen und so kommt es in Österreich leider rund 3.000 Mal pro Jahr zum diabetischen Super-Gau, einer Amputation.

Das „Diabetische Fußsyndrom – DFS“

Jahrelang bestehende hohe Blutzuckerwerte können Nervenschädigungen und Durchblutungsstörungen verursachen. So kann es zu Störungen der Sensibilität, zum Abbau der Fußmuskulatur, sowie zu Verformungen der Fußknochen kommen. Verändert sich der Fuß reiben die Zehen an der Schuhwand oder Schuhsohle und es kann zu  Druckverletzungen kommen. Missempfindungen wie Ameisenlaufen oder Nervenschmerzen treten ebenfalls auf. Durch herabgesetztes oder fehlendes Schmerz-, Hitze- und Druckempfinden können, oft verursacht durch zu enges Schuhwerk oder durch Barfußgehen, kleine Verletzungen mit ungeahnten Folgen entstehen.

Wie können sie sich davor schützen?

Eigentlich ganz klassisch: Wenig bis gar nichts rauchen, Abnehmen der überfälligen Kilos, Verbesserung des Langzeitblutzuckerwertes HbA1c auf unter 6,5 %. Wenn sie dann noch darauf achten, dass die wichtigsten Blutwerte halbwegs im Normbereich sind, dann sind sie auf dem besten Weg Spätschäden wie das diabetische Fußsyndrom, Nieren- und Netzhautschäden zu vermeiden. Ihre Selbstkontrolle der Füße auf Blasen, Risse und ihr Schuhwerk sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Gut gepflegte Haut reißt eben nicht so leicht auf. Die Fußpflege lassen sie von FußpflegerInnen durchführen mit einer Ausbildung in diabetischer Fußpflege (fragen sie danach!).

Behandlung

Die professionelle Therapie einer Wunde bei einem/r Diabetiker/in ist schwierig und erfordert konsequente Zusammenarbeit zwischen Patient/in, Arzt/Ärztin und Wundmanager/in.
Oberstes Prinzip der Behandlung ist die Ursache zu erkennen und so effizient zu behandeln. Es wird nicht von alleine besser! Wenn sie zuwarten kann das böse Folgen haben.
Abgestorbenes Gewebe muss chirurgisch entfernt werden, denn hier leben viele Bakterien. Bei Hautdefekten auf der Fußsohle muss durch orthopädisches Schuhwerk, oder wenn notwendig Gipstechnik, eine Entlastung durchgeführt werden. Eventuell ist auch eine Antibiotikabehandlung notwendig. Haben sie bereits massive Durchblutungsstörungen in den Beinen wird zuerst medikamentös, dann chirurgisch durch Gefäßaufdehnung oder Bypass versucht wieder ausreichend Blut ins Wundgebiet zu bringen. Die Wundbehandlung hat durch die Anwendung moderner Verbandstoffe so zu erfolgen, dass im Wundgebiet ein feuchtes warmes, die Wundheilung bestmöglich förderndes, Wundklima vorherrschen kann. Diese Verbände schützen bei richtiger Anwendung auch vor Infektionen oder wirken Bakterien entgegen.
Der/die Behandler/in muss dabei je nach Wundzustand den passenden Verband wählen. Ob Vakuumsystem, medizinischer Honig, Schaumstoffverbände oder Laserbehandlung richtig eingesetzt werden, kann sehr über die Abheilungschancen entscheiden. Hier ist kein selbstständiges Experimentieren angesagt! Nur ein professionelles Wundmanagementnetzwerk bietet hier eine optimale Versorgung.Zum Detaileintrag des Autors auf Arztsuche24.atWeitere Informationen erhalten Sie hier: www.w-p-m.at

 

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