Krank durch Sorgen?

Legerer Andrea Mag.a MSc

Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare. (Christian Morgenstern)

Was bedeutet Psychosomatik?

Psychosomatik beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen Seele (Psyche) und Körper (Soma). Man spricht von der bio-psycho-sozialen Einheit Mensch.

Worüber wir nachdenken und wie wir uns fühlen, hat einen Einfluss auf unser körperliches Befinden. Unser Denken beeinflusst unsere Psyche und die Zellen und Organe unseres Körpers.

Psychosomatische Erkrankungen:

Unter psychosomatischen Erkrankungen versteht man körperliche Erkrankungen und Beschwerden, die durch psychische Belastungen hervorgerufen werden.

Psychosomatik betont, dass es nicht Organe, sondern Menschen und nicht Krankheiten, sondern Kranke zu behandeln gilt. Wer unter psychosomatischen Beschwerden leidet, der verspürt körperliche Symptome, die medizinisch/naturwissenschaftlich nicht erklärbar sind.

Beispiele für psychosomatische Erkrankungen sind:

  • körperliche Beschwerden ohne ausreichend erklärenden organischen Befund
  • schwere körperliche Erkrankung, deren Entstehung oder Verlauf durch psychische Faktoren eindeutig beeinflusst werden (Asthma, Tinnitus, Diabetes, Hauterkrankung, etc.)
  • schwere körperliche Erkrankung, in deren Folge es zu psychischen Störungen kommen kann (z.B. bei Patienten mit Tumorerkrankung, MS, etc.)
  • Störung des Essverhaltens (Magersucht, Bulimie, Übergewicht)
  • Konversionsstörungen (z.B. psychogene Stimmstörung, psychogene Blindheit, psychogene Lähmungen)

Es gibt viele Redensarten, die das Zusammenspiel von Psyche und Körper zum Ausdruck bringen:

  • Etwas schlägt uns auf den Magen.
  • Bei Liebeskummer hat man ein gebrochenes Herz.
  • Ein Problem bereitet uns Kopfzerbrechen.
  • Etwas geht uns an die Nieren.
  • Sich etwas zu Herzen nehmen.
  • Es läuft einem die Galle über.
  • Es verschlägt einem die Sprache.
  • Etwas geht uns unter die Haut.
  • Etwas liegt wie ein Stein im Magen.
  • Blind sein vor Liebe.

Gefühle wie Ärger, Wut, Trauer, Niedergeschlagenheit oder alle Formen von Angst belasten den Körper und können, wenn sie über längere Zeit andauern, zu psychosomatischen Erkrankungen führen. Chronische Anspannung, Stress, Ängste, Hilflosigkeits- und Einsamkeitsgefühle führen zu einer Schwächung unserer körpereigenen Selbstheilungskräfte.

Positive Gefühle haben einen großen positiven Einfluss auf unser körperliches Befinden. Wann immer wir körperlich krank sind, ist es deshalb für unsere Genesung wichtig, dass wir uns um eine Besserung unseres emotionalen Befindens kümmern.

Was bedeutet Somatopsychologie?

Somatopsychologie ist das psychologische Pendant zur Psychosomatik. Während in der Psychosomatik Denken und Gefühle körperliche Funktionen nachhaltig stören, können umgekehrt auch organische Erkrankungen massive Auswirkungen auf emotionale und kognitive Prozesse ausüben. Eine Fülle von körperlichen („somatischen“) Krankheiten verursacht direkt oder indirekt psychische Probleme.

Behandlung durch Psychotherapie:

Ziel von Psychotherapie ist es, die körperliche und seelische Leiden mit der Lebensgeschichte und den persönlichen Erfahrungen in Verbindung zu bringen, um so die Krankheitsursachen aufzudecken und Verständnis für die Symptomatik zu vermitteln.

In der psychotherapeutischen Behandlung geht es immer um eine Weiterentwicklung, zumeist in kleinen Schritten. Das Wichtigste ist, die Veränderungen im Alltag umzusetzen, damit das neu Gelernte wirksam wird und nicht wieder verloren geht, z.B. nach der Beendigung der psychotherapeutischen Behandlung.

Menschen mit einer zuversichtlichen Lebenseinstellung haben ein viel geringeres Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, und eine höhere Lebenserwartung. Optimistisch eingestellte Menschen können besser mit Stress umgehen und haben weniger Stresshormone in ihrem Körper. Das Immun- und Hormonsystem reagiert auf unsere Psyche und unser Denken – unsere Gefühle beeinflussen auch die letzte Zelle unseres Körpers. Sie stärken oder schwächen, je nach Stimmungslage, die Abwehrkräfte unseres Körpers. Wenn wir uns wohlfühlen und innerlich entspannt sind, ist auch unsere Immunabwehr kraftvoll und aktiv.

Psychotherapie kann ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern:

Selbstmanagement und Selbstverantwortung bedeuten, mit Gesundheit und Krankheit für sich passend und kompetent umzugehen.

  • gezielt und frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen,
  • eigene Möglichkeiten auszuloten, um wieder gesund zu werden,
  • trotz krankheitsbedingter Einschränkungen wieder möglichst gut leben zu lernen.

Ich unterstützt Sie bei diesen wichtigen Anliegen mittels

  • Psychotherapie
  • Beratung und
  • Coaching

Mit besten Grüßen,
Mag.a Andrea Legerer MSc
Telefon: 0650 7171740
www.psychotherapeutin-wien.net

Dieser Fachbeitrag wurde zur Verfügung gestellt von Mag.a Andrea Legerer MSc . Mag.a Andrea Legerer MSc betreibt eine Ordination in 1030 Wien