Lipom (Fettgewebsgeschwulst, gutartiger Hauttumor)

© wikipedia.at - Sikander Iqbal

Zusammenfassung
Ein Lipom ist eine gutartige Wucherung des Fettgewebes, die als elastischer Knoten tastbar ist und auch sichtbar werden kann.

Was ist ein Lipom?

Bei Lipomen handelt es sich um knotenartige Neubildungen des Unterhautfettgewebes. Die gutartigen Hauttumoren zeigen sich als Vorwölbung unter der Haut und bilden sich aus Fettgewebszellen. Sie können überall am Körper auftreten. Sie sind elastisch und verschiebbar. Oft bilden sie sich im Kopf-, Hals- und Schulterbereich, zumeist im Unterhautfettgewebe, nur sehr selten können sie auch in Muskeln oder inneren Organen vorkommen.

 

Wie entsteht ein Lipom?

Wodurch ein Lipom verursacht wird, weiß man nicht. Vermutet wird, dass die Veranlagung für die Entwicklung der gutartigen Hauttumoren vererbt wird.

 

Wie erkenne ich ein Lipom?

Lipome haben meist einen Durchmesser unter fünf Zentimetern, in seltenen Fällen werden sie noch größer. Meistens erkennt man sie erst dann, wenn sie als Knoten unter der Haut tastbar oder sichtbar geworden sind. Schmerzen verursachen die Fettgeschwulste nur dann, wenn sie auf Nerven, Blutgefäße, Bänder oder Sehnen drücken, was allerdings kaum der Fall ist.

 

Wie erfolgt die Diagnose eines Lipoms?

Der Arzt diagnostiziert das Lipom durch bildgebende Verfahren, wie z.B. eine Ultraschalluntersuchung. Ist das Geschwulst unter der Haut verschiebbar, weist das darauf hin, dass das Lipom gutartig ist. Um diesbezüglich sicherzugehen, wird das Gewebe punktiert und untersucht.

 

Wie wird ein Lipom behandelt?

Wenn ein Lipom kosmetisch oder funktionell stört, also auf Nerven, Blutgefäße, Bänder oder Sehnen drückt, oder wenn es optisch stört, kann man es chirurgisch entfernen. Andere Behandlungsmethoden sind erst im Versuchsstadium.

 

Wie verläuft die Entstehung eines Lipoms?

Die Entwicklung eines Lipoms dauert Jahre, oft erreicht es erst nach Jahrzehnten die endgültige Größe. Lipome entstehen durch die Wucherung von Zellen im Unterhautfettgewebe. Sie wachsen sehr langsam und erreichen oft erst nach Jahrzehnten die endgültige Größe. In äußerst seltenen Fällen entarten die Zellen des Lipoms, und es bildet sich ein bösartiger Hauttumor. Der Entstehung eines Lipoms kann man nicht vorbeugen.

 

Welche Hausmittel helfen gegen ein Lipom?

Da ein Lipom nur chirurgisch entfernt werden kann, sind Hausmittel wenig hilfreich. Betroffene stellten lediglich fest, dass sich das Wachstum eines Lipoms verzögerte, wenn sie eine Fastenkur machten, wirkliche Beweise dafür gibt es aber nicht. Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin ist der regelmäßige Genuss bestimmter Algensorten hilfreich.

 

Weitere Informationen:

Stöger A.: Hauterkrankungen von A bis Z. Hilfe mit westlicher Ernährung und nach der TCM. Wien 2012

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Redaktion: Mag. Sabine Stehrer

Fachliche Freigabe: Dr. Monika Fuchs, Allgemeinmedizinerin und Expertin für ganzheitliche und ästhetische Medizin in Wien