Unklare Leistenschmerzen bei Sportlern


©panthermedia.net Dmytro Demianenko

Neueste Erkenntnisse über Diagnose und vorbeugende Therapie bei Hüftschmerzen Diese werden im Laufe der Zeit immer häufiger und dauern länger an, bis die Beschwerden schließlich zu einer Aktivitätseinschränkung führen. Dies ist ein typisches Beispiel für die Beschwerden eines Patienten mit einem „Impingement“ (englisch für „Zusammenstoß“) der Hüfte.

Bis vor kurzem war diese Problematik auch orthopädischen Spezialisten unbekannt, Therapiemöglichkeiten existierten nicht.

Neueste Forschungserkenntnisse zeigen nun, dass es sich bei oben beschriebener Problematik um eine mechanisch bedingte Verformung des Hüftgelenkes handelt, welche schon in jungen Jahren eine verstärkte Abnützung zur Folge hat, die sogenannte „Arthrose“.

Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk. Seit langem ist beschrieben, dass eine mangelhafte Überdachung des Hüftkopfes, die „Hüftdysplasie“, einen frühzeitigen Verschleiß mit sich bringt. Vor kurzem wurde nun entdeckt, dass auch eine übermäßige Überdachung des Hüftkopfes zu einer beschleunigten Abnützung führen kann, da hierdurch der Hüftkopf bei Beugung eingeklemmt wird – er „impingt“.
Aber auch Verformungen des Hüftkopfes selbst führen zu einer Schädigung des Gelenkes bei jeder Bewegung. Typisch sind Schmerzen bei Beugung und Einwertsdrehung der Hüfte, was durch den untersuchenden Facharzt für Orthopädie getestet wird.

Durch einen rechtzeitig durchgeführten vorbeugenden chirurgischen Eingriff, welcher orthopädischen Spezialisten für diese Erkrankung vorbehalten ist, kann diese Abnützung nun hinausgezögert oder sogar verhindert werden.

Für den Text verantwortlich:

Doz. Dr. Rainer Biedermann
Facharzt für Orthopädie & orthopädische Chirurgie
Sportorthopädie, Innsbruck
www.dieorthopaeden.at