Hitze im Büro: Tipps & Tricks

© panthermedia.net, Cathy Yeulet

Strahlender Sonnenschein und mehr als 30 Grad Hitze – was am Strand Freude bereitet, kann im Büro zur wahren Qual werden. Wie Sie unbarmherzigen Temperaturen im Büro ein Schnippchen schlagen, verraten wir Ihnen hier.

Es ist jeden Sommer dasselbe. Die Einen fahren in den Urlaub, die Anderen müssen im Büro die Stellung halten. Und schwitzen. Dabei beeinträchtigen hohe Temperaturen nachweislich die Leistungsfähigkeit. Hitzebedingte Kopfschmerzen, Kreislaufstörungen, Schwindel und Müdigkeit senken zusätzlich die Motivation. Sonnenschutzverglasungen und Klimaanlagen sind teuer, sodass nicht jedes Bürogebäude damit ausgestattet ist. So ist oft Selbsthilfe gefragt, klettert das Thermometer auf hochsommerliche Temperaturen.

Hitze im Büro – was tun?

Arbeitszeit

Gehören Sie zu den Glücklichen, für die flexible Arbeitszeiten gelten? Dann beginnen Sie doch während der Hitzeperiode früher mit Ihrer Arbeit. Und/oder machen Sie eine längere Mittagspause, arbeiten nach der größten Hitze wieder und machen dafür später Schluss.

Kleidung

Zugegeben –Shorts und transparente Tops tolerieren nicht alle Betriebe. Der seriöse Dresscode fürs Büro darf ja auch während einer Hitzewelle nicht außer Acht gelassen werden. Doch wenn schon Anzug oder Kostüm Pflicht sind, lässt sich wenigstens bei der Wahl der Stoffe (luftig, Feuchtigkeit aufnehmend und nach außen abgebend) und deren Farbe (heller) einiges tun, um diese Kleidung bei Hitze erträglicher zu machen.

Flüssigkeit

Trinken, trinken, trinken lautet die Devise bei Hitze – nicht nur im Büro. Am besten Wasser oder auch andere ungesüßte Getränke wie Früchte- oder Kräutertees, aber keinen Alkohol, denn der entzieht dem Körper Flüssigkeit. Salbei-Tee z.B. hat einen positiven Nebeneffekt: Er hemmt die (übermäßige) Schweißproduktion. A propos: Eiskalte Getränke bedeuten Mehrarbeit für den ohnehin hitzegestressten Organismus, um die zugeführte Flüssigkeit auf Betriebstemperatur aufzuheizen. Nicht umsonst wird im Orient warmer Tee gereicht. Um nicht auf die notwendige Flüssigkeitszufuhr zu vergessen, empfiehlt es sich, einen geschlossenen Behälter (sonst leidet der Computer, wenn er womöglich mit Flüssigkeit übergossen wird) mit Trinkbarem auf dem Schreibtisch zu platzieren. Im Handel gibt es entsprechende Thermoskannen und –becher, die die Temperatur ihres Inhalts lange konstant halten.

Büroklima

In vielen Büroräumen gibt es bereits Klimaanlagen, die zwar Beschwerden verursachen können, aber zumindest für Abkühlung im Sommer sorgen. Wenn Sie nicht zu den Nutznießern dieser moderner Technik zählen, kann ein Ventilator die Hitze erträglicher machen. Sofern das Unternehmen bzw. die KollegInnen mit seinem Einsatz einverstanden sind bzw. sich nicht an dem Lärm stören, den er verursacht. Zudem kann man in der Früh die Bürofenster öffnen und gut durchlüften. Die frischere Morgenluft hält das Büro wenigstens eine Weile angenehm kühl. Vorhänge, Jalousien oder Rollos können Hitze ebenfalls teilweise fernhalten. Auch wenn man dann “im Dunkeln munkeln“ bzw. bei Kunstlicht arbeiten muss. Übrigens: Die Raumtemperatur im Büro sollte nicht höher als 26 °C sein bzw. bei besonders hohen Außentemperaturen mindestens 6 °C unter dieser liegen.

Mit Wasser kühlen

In jedem Büro bzw. zugehöriger Toilette gibt es fließendes kaltes Wasser, um sich zwischendurch abzukühlen. Die Hände/Armbeugen eine Weile unter das kalte Wasser halten und den Nacken und die Schläfen damit benetzen erfrischt zumindest zeitweilig. Wer ganz allein in einem Büro ohne Kunden- bzw. Parteienverkehr arbeitet, kann auch ein kühlendes Fußbad nehmen.

Speisenwahl

Schweinsbraten, Pommes und Co. belasten den Kreislauf zusätzlich. Deshalb lieber leicht verdaulicher Kost (z.B. Obst, Salate) den Vorzug geben. Außerdem: Plenus venter non studet libenter (ein voller Magen studiert nicht gern). Soll heißen: Ist der Organismus zu sehr mit Verdauung beschäftigt, leidet die Konzentration noch mehr.

Wärmespender abschalten

Geräte wie Computer, Drucker, Kopierer etc. geben Wärme ab. Daher: Wenn möglich, zumindest kaum in Verwendung stehende Apparate abschalten.

 

Das alles hilft nicht genug gegen die Affenhitze? Dann sollten Sie wenigstens nach Feierabend davon erholen, z.B. in einem Schwimmbad. Und/oder sich für die Hitzestrapazen belohnen, z.B. mit einem Eis oder – noch besser – einer Melone. Darüber freuen sich übrigens auch die BürokollegInnen, wenn Sie ihnen mal solche erfrischenden Köstlichkeiten mitbringen. Dann sorgen Sie nicht nur für wenigstens kurzweilige Abkühlung, sondern auch für gute Stimmung.

 

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