Hyperthermie und Infrarotstrahlung

©panthermedia.net Jürgen Fälchle

Parallel zur technisch hochentwickelten Medizin von heute besinnt sich die Heilkunde zunehmend auf Behandlungsmethoden, die den gesamten Organismus regenerieren.

Eine dieser Methoden ist die Hyperthermie.

Hyperthermie ist die sanfte Erzeugung künstlichen Fiebers bis tief in den Körperkern. Wie beim natürlichen Fieber reagiert das Immunsystem mit einer starken Ausschüttung von Botenstoffen (Zytokinen), die direkt die Produktion von Helferzellen und natürlichen Killerzellen ankurbeln.
Hilfe bei Wirbelsäulenproblemen und Muskelschmerzen Die intensive und gleichmäßige Erwärmung führt zur Tiefenentspannung des gesamten Organismus. Viele Menschen mit chronischen Wirbelsäulenproblemen oder Muskelschmerzen erfahren in diesem Zustand spontane Verbesserung Ihrer Leiden.
Anders als bei bekannten Wärmeanwendungen wie Sauna oder Wärmelampen erwärmt Hyperthermie den gesamten Organismus bis tief in den Körperkern. Eine Behandlung von nur 90min kann bereits sehr wirksam sein.

Die Idee, Fieber künstlich zu erzeugen, um die Aktivierung des Immunsystems zu Heilzwecken zu nutzen, hat eine lange Geschichte. Der antike Arzt Parmenides (540 – 480 v. Chr.), der amerikanische Arzt Dr. Coley um 1900 und der österreichische Professor Julius von Wagner-Jauregg (Nobelpreis 1927) sind Beispiele dafür.

Hyperthermie und Infrarotstrahlung im IWIT

Heute erfolgt die Wärmeübertragung in den Körper mit angenehmer Infrarot-Hellstrahlung, wobei sich 2 wirkungsvolle Methoden durchgesetzt haben: Beim Hyperthermiebett HT2000 nach Heckel liegt der Patient in einer Zeltkabine mit integrierten Infrarot-Strahlern, die Wärmestrahlung kommt von oben.

Anders die Hyperthermiebehandlung mit Iratherm1000 nach Ardenne. Bei diesem Gerät schwebt der Patient in einer Hängematte über wassergefilterten Infrarot-A-Strahlern, die Wärme wird über eine Spezialfolie reflektiert.

Hyperthermie gegen Krebs

Hyperthermie ist auch eine wirksame Methode zur Behandlung von Krebserkrankungen. Im IWIT wird mit elektromagnetischen Feldern zur Erzeugung von locoregionaler Tiefenwärme gearbeitet. Tumorzellen sind wegen ihrer anormalen und ineffizienten Blutversorgung besonders anfällig für Überhitzung.

Die Tumorzellen werden durch Hyperthermie stark geschwächt, auch zusammen mit anderen Behandlungsmethoden sind so gute Heilungserfolge erzielbar. Am IWIT besteht langjährige Erfahrung mit Krebstherapien.

Die wichtigsten Effekte der Hyperthermie:

  • Stoffwechselaktivierung und Verbesserung der Sauerstoffversorgung bis tief in den Körperkern.
  • Tiefenentspannung des gesamten Organismus (besonders gut bei Wirbelsäulen- Gelenks- und Muskelbeschwerden)
  • Verbesserung von Blut- und Lymphzirkulation
  • Aktivierung der Krebstherapie Eigenregulation und Selbstheilkraft

http://www.hyperthermie.at