Dem Wintertief einheizen

©panthermedia.net, Uwe Henne

Mieses Wetter, frostige Temperaturen, dazu Stress? Kein Grund zum Trübsal blasen! Wärme und Entspannung kann man sich holen. Hier ein paar Tipps.

Wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, wächst die Sehnsucht nach Sonne und Wärme. Der nächste Sommerurlaub liegt aber in weiter Ferne. Und auch der Frühling lässt noch auf sich warten. Mit ein paar Tricks kann man den Winter aber gut durchstehen.

Wärme tanken

Privilegierte haben es gut. Sie entfliehen der trüben Witterung einfach, indem sie einen Aufenthalt im Süden buchen. Momentan kein Urlaub in den Tropen in Sicht? Macht nichts. Die nächste Therme ist nicht weit. Ihr wohltemperiertes Wasser wärmt Körper und Seele. Zusätzlich laden Schönheits- und Wellnessangebote zum Wohlfühlen ein. Einen Tag oder ein Wochenende lang sich verwöhnen lassen füllt die Energiereserven wieder auf.

Wem das nicht heiß genug ist, der begibt sich am besten in die Sauna. Sie heizt dem Organismus so richtig ein. Während der Schweiß in Strömen fließt, steigt die Körpertemperatur. Die Muskeln entspannen, die Durchblutung der Haut und Schleimhäute nimmt zu. Die Immunabwehr wird aktiv, die Infektanfälligkeit sinkt.

Wer die heiße Sauna-Luft nicht verträgt, kann in eine Bio-Sauna mit geringerer Raumtemperatur und weniger Luftfeuchtigkeit ausweichen. Oder ins Dampfbad, in dem durch übersättigten Wasserdampf eine hohe Luftfeuchtigkeit bei geringerer Temperatur herrscht.
Einen wahrhaft sinnlichen Genuss bietet – neben ähnlich positiven gesundheitlichen Wirkungen wie Sauna und Dampfbad – ein Hamam (türkisches Bad, orientalisches Bad).

Aber Achtung! Wer unter Entzündungen, Infektionen oder Herz-Kreislauf-Krankheiten (z.B. Krampfadern, Thrombosen) leidet, sollte mit seinem Arzt Rücksprache halten, ob Sauna & Co. für ihn geeignet sind.

Unabhängig von Zeit, Ort und Klima gibt es eine Methode, die auf jeden Fall wärmt: Sport. Ob zuhause, im Fitnesscenter, Tanzstudio oder Turnverein, Bewegung kurbelt den inneren Motor an. Das tut nicht nur der Seele, sondern auch der Figur und der Gesundheit gut. Finden die sportlichen Aktivitäten draußen statt, wird zusätzlich Licht und Luft getankt. Dann hat auch der Winterblues keine Chance.

Reif für die Insel?

An die letzten Ferien kann man sich kaum noch erinnern. Der Feiertags- und Faschingsstress ist noch nicht verdaut. Dafür aber stapeln sich die Aktenberge im Büro und der nächste Großputz winkt. Dann tut Entspannung dringend not.

Ein gutes Verfahren, die Außenwelt für eine Weile “auszuschalten“ und zu seinen Problemen Abstand zu gewinnen ist das Autogene Training, eine Form der Autosuggestion (“Selbsthypnose“). Es beeinflusst bestimmte Körperfunktionen wie z.B. die Atmung und regeneriert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Unter fachkundiger Anleitung erlernt hilft Autogenes Training, praktisch überall rasch eine Tiefenentspannung herbeiführen zu können.

Wer es etwas aktiver liebt, für den ist die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, bei der nacheinander verschiedene Muskelgruppen zuerst aktiv an- und danach wieder entspannt werden, vielleicht das Richtige. Allerdings sollten sowohl das Autogene Training als auch die Progressive Muskelrelaxation bei schweren Neurosen und Psychosen nicht zur Anwendung kommen.

Eine passive Entspannungsmöglichkeit und zugleich Heilmethode ist die Massage. Sie löst Muskelverspannungen und lindert so Schmerzen am Bewegungsapparat. Spezielle Massageformen (z.B. Hot Stone Massagen) versprechen eine zusätzliche Erwärmung. Ausschlussgründe für Massagebehandlungen können sein Tumore, Gefäßleiden (z.B. arterielle Verschlusskrankheit, Thrombosen), fieberhafte Infekte sowie eine verstärkte Blutungsneigung.