Brustkrebs: Heilung durch Früherkennung

©panthermedia.net Arne Trautmann

Je kleiner der Knoten bei der Diagnose ist, desto größer sind die Heilungschancen. So kann zurzeit bei einem bösartigen Knoten in der Brust, der bis 1 cm misst, eine Heilung in über 90 Prozent der Fälle erfolgen.

Brustkrebsrisiko

Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, hängt von Ernährungsfaktoren, hormonellen Faktoren und Erbfaktoren ab. So findet sich bei Frauen mit hohem Fettkonsum und solchen mit Übergewicht häufiger Brustkrebs. Ähnliches gilt für Frauen mit frühem Beginn der Regelblutung, sowie für solche mit spätem Eintritt der Wechseljahre. Außerdem haben Frauen, die erst im fortgeschrittenen Lebensalter ihr erstes Kind gebären, ein gesteigertes Erkrankungsrisiko. Das höchste Erkrankungsrisiko weisen aber Frauen auf, in deren Familie (Mutter, Schwester etc) Brustkrebs aufgetreten ist.

Brustkrebs-Warnsignale

  • Knoten in der Brust
  • Neu aufgetretene Einziehungen der Brustwarze
  • Größenveränderung einer Brust
  • Einseitige blutige oder wässrige Sekretion aus der Brustwarze
  • Rötung der Brust
  • Ekzem der Brustwarze
  • Knoten in der Achselhöhlen

Diagnose

Ist bei einer Untersuchung ein verdächtiger Knoten aufgefallen, sollten die Betroffenen zwar rasch handeln, Angst vor der Untersuchung muss aber niemand haben. Zuerst wird mittels Ultraschall und Mammografie die genaue Lokalisation und Beurteilung des Knotens vorgenommen. Anschließend wird eine Stanzbiopsie in örtlicher Betäubung und daher schmerzlos durchgeführt. Sollte dabei ein bösartiger Knoten diagnostiziert werden, wird mit der Patientin die Operation geplant, die erfreulicherweise fast immer brusterhaltend durchgeführt werden kann.

Vorsorge

  • Selbstuntersuchung der Brust, Beobachtung und Abtastung 1 x monatlich der Brüste und Achselhöhlen vor dem Spiegel
  • Tastuntersuchung durch den Arzt Im Rahmen der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung wie eine Selbstuntersuchung – nur eben durch einen Experten, 2 x jährlich durchführen
  • Mammographie Röntgenuntersuchung der Brust.
  • Krebsabstrich Im Rahmen der gynäkologischen Untersuchung, der Krebsabstrich (PAP) zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs sollte 1 x jährlich ab dem 20. Lebensjahr durchgeführt werden.