Neuraltherapie als Chronische Schmerztherapie

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Wirkungsweise

Die Neuraltherapie arbeitet mit örtlich wirksamen Betäubungsmitteln, z.B. mit Lidocain. Die Wirkung beruht dabei nicht auf der direkten betäubenden Wirkung des Mittels, sondern darauf, dass übergeordnete Regelkreise des Körpers beeinflusst werden.

Wie sieht die Behandlung aus

Der ärztliche Neuraltherapeut erstellt eine ausführliche Krankengeschichte. Dabei ist es wichtig, dass der Patient auch bereits vergessene, unscheinbare Vorkommnisse wie z.B. Narben nach lange zurückliegenden Verletzungen nennt.

Wenn sich bei der Diagnose die Schmerzen durch die Injektion verschlimmern, kann das ein Hinweis auf eine Störfeldreaktion sein. Tritt eine plötzliche Schmerzlinderung an entfernten Stellen ein, wird dies als Sekundenphänomen angenommen. Liegt ein solches Sekundenphänomen vor, wurde ein Störfeld gefunden und durch die Injektion deaktiviert.

Die Behandlung setzt sich aus der Lokalbehandlung (Segmenttherapie) sowie der anschließenden Störfeldsanierung zusammen. Zur genauen Abklärung werden auch zusätzliche Untersuchungen wie beispielsweise Röntgenbefunde, Laborbefunde und andere klinische Befunde benötigt.

Wann wird Neuraltherapie angewendet?

  • Kopf: Migräneartiger Kopfschmerz, Nackenkopfschmerz
  • Augen: Entzündliche Augenerkrankungen, Störungen des Tränenflusses, Bewegungsstörungen der Augenlider
  • Nase: Entzündliche oder allergisch bedingte Erkrankungen der Nase oder der Nasennebenhöhlen
  • Ohr: Entzündliche Erkrankungen des Ohres, Tinnitus
  • Erkrankungen im Bereich der Mandeln, der Speicheldrüsen, des Kehlkopfs (Heiserkeit, Stimmbildungsstörungen) Erkrankungen im Zahn- Kieferbereich
  • Funktionelle Herz- oder Atmungsbeschwerden
  • Bauch: Magen- und Darmbeschwerden verschiedener Ursachen
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates: Beschwerden nach Amputationen
  • Vegetative Funktionsstörungen: z.B. Schlafstörungen